Stunde der Wintervögel
Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion

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Do, 27. September 2018 – Oldendorf

NAJU Arbeitseinsatz in der Sandkuhle

Lebensraum für Fadenenzian, Zwerglein und Quirliger Knorpelmiere

Der NABU Hermannsburg/Faßberg betreut, mit Unterstützung des Niedersäschsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Naturschutzstiftung Celler Land, mit Prof. Dr. Thomas Kaiser, in Oldendorf eine etwa 1750 m² große Sandkuhle.

Hier wachsen ganz seltene Pflanzen, wie zum Beispiel der „stark gefährdete“ Zwerglein (Radiola Linoides), der einzige Bestand im Landkreis Celle. Oder die „gefährdete“ Quirlige Knorpelmiere (Illecebrum verticillatum).

Noch viel seltener ist der Fadenenzian (Cicendia filiformis), der in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Deutschlands in Kategorie 1 = „von vollständiger Vernichtung bedroht“ eingestuft ist. Es gibt in ganz Niedersachsen wahrscheinlich nur noch einen einzigen weiteren Bestand hiervon.

In der Sandkuhle des NABU in Oldendorf ist die Fläche, auf der diese seltene Pflanze wächst, in diesem Jahr total mit Gras, meistens Pfeifengras, zugewuchert. Die Mitglieder der Naturschutzjugend (NAJU) des NABU Hermannsburg/Faßberg machten sich an die Arbeit und entkusselten, unter der Leitung und Mithilfe von drei Erwachsenen, den Bereich.

Zwerglein (Radiola linoides)
Zwerglein (Radiola linoides)
Foto: Hans-Jürgen Huber
Gewöhnlicher Wasserschlauch (Utricularia vulgaris)
Gewöhnlicher Wasserschlauch (Utricularia vulgaris)
Foto: Hans-Jürgen Huber
Quirlige Knorpelmiere (Illecebrum verticillatum)
Quirlige Knorpelmiere (Illecebrum verticillatum)
Foto: Hans-Jürgen Huber
Fadenenzian (Cicendia filiformis)
Fadenenzian (Cicendia filiformis)
Foto: Hans-Jürgen Huber

Die Grassoden wurden mit Grabegabeln gelockert und dann von den Jugendlichen ausgerissen. Der Sand an den Wurzeln wurde gleich an Ort und Stelle abgeschüttelt, damit die wertvollen Fadenenzian-Samen der einjährigen Pflanze nicht verloren gehen. Es wurde ein Samstag Vormittag benötigt, dann war die Fläche total vom Gras befreit.

Jetzt muss noch eine kleine Teichfläche vom Bewuchs befreit werden. Dafür wird der NABU aber maschinelle Hilfe benötigen. Dann werden auch die jetzt ausgegrabenen und ausgerissenen Grasbüschel abgefahren.

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